Lasik-Verfahren

Augen Lasern – alle Methoden im Überblick

Endlich scharfe Sicht in allen Lebenslagen – Augen Lasern macht es möglich. Wenn auch Sie zukünftig ohne Brille und Kontaktlinsen auskommen möchten, kann eine Laseroperation der Augen eine interessante Möglichkeit für Sie sein. Obwohl es sich hierbei um ein vergleichsweise junges Verfahren zur Behebung von Fehlsichtigkeit handelt, gibt es inzwischen bereits zahlreiche unterschiedliche Eingriffsmethoden, die jede für sich bei verschiedenen Indikationen von Vorteil sein können. Augen Lasern kann Betroffenen ein deutliches Plus an Lebensqualität schenken und diese unabhängiger von Sehhilfen wie Kontaktlinsen oder Brillen machen. Zahlreiche Patienten berichten von hervorragenden Erfolgen und einem völlig neuen Lebensgefühl. Bevor Sie sich jedoch für einen Eingriff entscheiden, sollten Sie sich grundlegend über die einzelnen Methoden sowie die damit verbundenen Risiken sowie Vor- und Nachteile informieren.

1. Allgemeine Informationen zu Laseroperationen des Auges

• Was ist eine Laseroperation?

Laseroperationen am Auge zur Korrektur von Fehlsichtigkeit sind den meisten Menschen unter dem Begriff LASIK bekannt. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Begriff Laser-in-situ-Keratomileusis. Bei der LASIK handelt es sich jedoch lediglich um eines von zahlreichen verschiedenen Verfahren, bei denen mittels Laser eine Fehlsichtigkeit korrigiert wird. Zu den weiteren Methoden zählen Femto-LASIK, ReLEX SMILE, LASEK/Epi-LASIK/PRK, TRANS/PRK sowie Presby/MAX. Während es bei der Durchführung dieser Eingriffe oft nur minimale Unterschiede gibt, können die Ergebnisse hingegen stark unterschiedlich ausfallen. Welcher Eingriff für welchen Patienten ideal ist, hängt von der Art der Fehlsichtigkeit sowie den individuellen Voraussetzungen ab.
Augen Lasern wird der refraktiven Chirurgie zugeordnet. Bei dieser wird die Gesamtbrechkraft des Auges verändert, sodass der Patient nicht mehr auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen ist bzw. diese nur mehr in einer deutlich niedrigeren Stärke benötigt.
Refraktive Eingriffe werden zum Großteil mit einem Laser durchgeführt. Dies liegt zum einen an den geringen Nebenwirkungen und zum anderen an der guten Vorhersagbarkeit des Ergebnisses. Dabei eignen sich Eingriffe mittels Laser hauptsächlich zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten im mittleren Bereich bis etwa -10 Dioptrien. Die verwendeten Laser haben in der Regel eine Wellenlänge von 193 bzw. 213 nm.

Beim Augen Lasern wird die Hornhaut – lateinisch Cornea – mithilfe eines Lasers so weit abgetragen, dass eine annähernd normale Brechkraft des Auges erreicht wird. Je nach Methode wird zuvor ein Einschnitt in die oberste Schicht der Hornhaut vorgenommen und diese aufgeklappt oder gleich direkt Gewebe von der Hornhautoberfläche abgetragen.
Den Vorgang des Abtragens des Gewebes nennt man Photoablation. Bei diesem wird das Gewebe verdampft. Hierfür müssen die Dauer sowie die Energie des Laserimpulses exakt richtig gewählt werden. Der große Vorteil der Photoablation liegt darin, dass diese sehr exakt sowie schonend ist. Das um den Eingriffsbereich liegende Gewebe wird praktisch nicht erwärmt und jeder Laserimpuls trägt exakt das gleiche Gewebevolumen ab. Somit kann das Ergebnis präzise vorhergesagt werden.

• Wann werden Laseroperationen am Auge angewandt?

Mit Laseroperationen lassen sich:
– Kurzsichtigkeit bis maximal -10 Dioptrien
– Weitsichtigkeit bis maximal +4 Dioptrien
– Hornhautverkrümmungen bis maximal -6 Dioptrien
korrigieren.

Der Ablauf des Eingriffs ist bei allen Indikationen ähnlich, die Form und die Größe des abzutragenden Gewebes unterscheiden sich jedoch.

a. Laseroperationen bei Kurzsichtigkeit

Kurzsichtigkeit (Myopie) wird zu den Brechungsfehlern gezählt und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen der Länge des Augapfels sowie der Brechkraft der Linse nicht stimmt. Der Augapfel ist zu lang oder die Brechkraft der Linse ist zu hoch. Dies nennt man auch Achsen-Ametropie. So kommt es beim Betrachten weit entfernter Gegenstände zu einer Abbildung (Bildlage) dieser vor der Netzhaut – der Seheindruck ist unscharf. Je näher der Gegenstand an das Auge herangeführt wird, desto mehr verschiebt sich die Bildlage nach hinten. Der Seheindruck wird scharf, sobald die Objektabbildung auf der Ebene der Netzhaut liegt.

Kurzsichtigkeit lässt sich mittels des Lasers korrigieren, indem die Krümmung der Hornhautvorderfläche abgeflacht und der Effekt einer konkaven Streuungslinse erzielt wird. Auf diese Weise wird die Brechkraft der Hornhaut verringert und sozusagen an die Länge des Augapfels angepasst.

b. Laseroperationen bei Weitsichtigkeit

Auch Weitsichtigkeit (Hyperopie) zählt zu den Brechungsfehlern. Bei ihr ist der Augapfel zu kurz oder die Brechkraft der Linse zu niedrig. Hier spricht man ebenfalls von einer Achsen-Ametropie. Die Bildlage liegt bei Weitsichtigkeit hinter der Netzhaut, wodurch bei nahen Gegenstände ein unscharfer Seheindruck entsteht. Weit entfernte Gegenstände werden hingegen scharf gesehen.

Bei der Korrektur von Weitsichtigkeit mittels Laser wird die Hornhautvorderfläche rund um das Zentrum herum abgetragen, sodass der Effekt einer konvexen Streuungslinse erzielt wird. Die Brechkraft der Hornhaut wird erhöht und an die Länge des Augapfels angepasst.

c. Laseroperationen bei Alterssichtigkeit

Von Alterssichtigkeit (Presbyopie) spricht man, wenn das Auge mit fortschreitendem Alter die Nahanpassungsfähigkeit mittels Akkommodation verliert. Während weit entfernte Gegenstände nach wie vor scharf gesehen werden, werden nahe Gegenstände nur mehr unscharf wahrgenommen.

Bei einer Laser-Korrektur von Alterssichtigkeit wird der untere Teil der Hornhaut abgetragen. So kann der Effekt einer Lesebrille simuliert werden.

d. Laseroperation bei einer Hornhautverkrümmung

Auch die Hornhautverkrümmung (Astigmatismus oder Stabsichtigkeit) gehört zur Gruppe der Brechungsfehler des Auges. Bei ihr werden die von Objekten ausgehenden Lichtstrahlen nicht in einem Punkt auf der Netzhaut gebündelt, sondern sie werden in einer Brennlinie abgebildet. Je stärker die Hornhautoberfläche gekrümmt ist, desto stärker ist auch die Brechkraft. Die Stärke des Astigmatismus lässt sich daher entweder in Form der Brechkraftdifferenz oder aber in Form der Radiendifferenz angeben. Ein Astigmatismus von bis zu 0,5 Dioptrien Brechkraftdifferenz gilt als normal und muss nicht korrigiert werden.

Bei einer Laserkorrektur einer Hornhautverkrümmung wird so viel Gewebe abgetragen, bis eine gleichmäßige Wölbung der Hornhaut erzeugt wird.

• Welchen Behandlungsbereich gilt es zu beachten?

Laserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit eignen sich ideal für einen Behandlungsbereich von bis zu -10 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit, +4 Dioptrien bei Weitsichtigkeit und 6 Dioptrien bei Astigmatismus. Im besten Fall ist die verbleibende Fehlsichtigkeit nach dem Eingriff kleiner als +/-0,5 Dioptrien, sodass keine Sehhilfen mehr benötigt werden.

• Welche Kosten entstehen?

Die Korrektur einer Fehlsichtigkeit mittels Laser ist – ebenso wie die Anschaffung von Sehhilfen – mit Kosten verbunden. Diese werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern müssen zur Gänze vom Patienten getragen werden.
Für die gesetzliche Krankenversicherung ist Augen Lasern ein ästhetischer Eingriff, für den es keine medizinische Notwendigkeit gibt – schließlich können Betroffene auch zu einer Brille oder zu Kontaktlinsen greifen. Die großen Gesundheitskassen sowie Orts- und Betriebskassen übernehmen die Kosten für das Augen Lasern daher nicht. Ausnahmen können lediglich medizinische Notwendigkeit sowie besondere Härtefälle darstellen. Wir empfehlen Ihnen daher, in jedem Fall Kontakt mit Ihrer Krankenkasse aufzunehmen.
Die Übernahme der Kosten durch eine private Krankenversicherung hängt von den individuell vereinbarten Leistungen ab. Grundsätzlich gilt jedoch auch hier, dass eine Kostenübernahme meist abgelehnt wird.

Wer mit dem Gedanken spielt, seine Augen lasern zu lassen, sollte sich darauf einstellen, die Kosten für die Laseroperation selbst tragen zu müssen.
Diese belaufen sich auf rund 1500 bis 2000 Euro, können je nach gewähltem Verfahren jedoch auch deutlich darüber liegen.

Obwohl Laseroperationen am Auge in letzter Zeit immer mehr zu einem Lifestyle-Thema geworden sind, sollten Sie stets daran denken, dass es sich hierbei um eine Operation an einem empfindlichen Organ handelt, und den Eingriff dementsprechend ernst nehmen. Eine Laseroperation am Auge ist definitiv der falsche Moment, um Geld zu sparen. Modernes technisches Equipment, erfahrene Ärzte und hervorragend ausgebildetes Personal haben ihren Preis. Dieser steht zugleich aber auch für eine hohe Qualität des Eingriffs und gibt Ihnen das sichere Gefühl, sich in guten Händen zu befinden.

Wir können Ihnen daher nur zu Folgendem raten:
– Suchen Sie sich Seriöse, zertifizierte Anbieter wie AUREGIO
– Bestehen Sie auf eine ausführliche Beratung zum Eingriff sowie den damit verbundenen Risiken und Kosten
– Achten Sie im Gespräch auf größtmögliche Transparenz
– Achten Sie auf die fachliche Expertise sowie ein seriösen Eindruck der Ärzte
– Fragen Sie nach einem schriftlichen Kostenvoranschlag
– Nehmen Sie sich ausreichend Bedenkzeit, bevor Sie sich entscheiden
Broschüre zur Lasik