Lasik

LASIK – kurz für Laser-in-situ-Keratomileusis – ist die „klassische“ Form des Augen Laserns, bei der die Hornhaut mithilfe eines Lasers so verändert wird, dass die Sicht wieder scharf wird. LASIK wurde vom griechischen Augenarzt Ioannis Pallikaris im Jahr 1989 entwickelt. Es handelt sich hierbei also um ein vergleichsweise junges Verfahren. LASIK zählt zur refraktiven Chirurgie und überzeugt mit zahlreichen Vorteilen wie der schnellsten Heilung sowie der kürzesten Regenerationszeit des behandelten Gewebes im Vergleich zu allen anderen Laseroperationen. Dieser Eingriff ist nahezu schmerzfrei und das Behandlungsergebnis ist unmittelbar nach der Operation sichtbar.
LASIK eignet sich zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, sowie Astigmatismus (Hornhautverkrümmung). Nach dem Eingriff ist die Fehlsichtigkeit häufig auf +/- 0,5 Dioptrien reduziert, sodass der Patient keine Brille oder Kontaktlinsen mehr benötigt. LASIK in unserer AUREGIO Tagesklinik ambulant durchgeführt. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht nötig.

Vor der LASIK-OP wird eine ausführliche Voruntersuchung durchgeführt, bei der unter anderem geprüft wird, ob die Hornhaut des jeweiligen Patienten überhaupt für eine Laseroperation geeignet ist, und der Patient wird in einem Beratungsgespräch über den Ablauf des Eingriffs sowie alle damit verbundenen Risiken aufgeklärt.

a. Voraussetzungen für eine LASIK-Operation

Da bei einer LASIK-Operation Hornhautgewebe abgetragen wird, muss die Hornhaut eine bestimmte Mindestdicke haben. Ist die Hornhaut zu dünn, ist es nicht möglich ausreichend Gewebe abzutragen. Ob die Hornhaut für einen Eingriff dick genug ist, hängt letztendlich nicht nur von ihrer Stärke ab, sondern auch von der Stärke der Fehlsichtigkeit. Diese bestimmt, wie viel Gewebe abgetragen werden muss.
Ob sich die Hornhaut für eine LASIK-Operation eignet, wird durch Messungen im Rahmen einer Voruntersuchung festgestellt.

Zu den grundsätzlichen Voraussetzungen für einen LASIK-Eingriff zählen außerdem:
– die Fehlsichtigkeit kommt durch einen Brechungsfehler zustande
– die Augen sind gesund
– in den letzten 12 Monaten kam es zu keiner Veränderung der Dioptrienwerte

b. Behandlungsverlauf bei der LASIK-Operation

Der Eingriff selbst beginnt mit einer örtlichen Betäubung des zu lasernden Auges mittels Augentropfen. Diese verhindern zudem ein Austrocknen des Auges während des Eingriffs. Zuvor werden dem Patienten auf Wunsch bzw. bei Bedarf Beruhigungsmittel verabreicht.
Die Augenlider werden mit einem Lidspanner auseinander gezogen, sodass das Auge freigelegt und Blinzeln während des Eingriffs ausgeschlossen ist.
Das Auge wird dann gespült und die oberste Hornhautschicht in einem Durchmesser von rund einem Zentimeter mit einem Messer eröffnet. Anschließend wird die oberste Hornhautschicht zurückgeklappt. Dieses Stück der Hornhaut wird Flap genannt. Der Flap ist ein typisches Merkmal des LASIK-Verfahrens und unterscheidet dieses von zahlreichen anderen Laserverfahren der refraktiven Augenchirurgie. Nach dem Anheben des Flaps wird die offengelegte Hornhaut mit dem Laser bearbeitet. Der energiereiche Laserstrahl trägt das Hornhautgewebe sehr exakt und präzise ab. Wo Gewebe abgetragen wird, hängt von der Art der Fehlsichtigkeit ab.

Kurzsichtigkeit: Gewebe von der Vorderseite der Hornhaut
Weitsichtigkeit: Gewebe rund um das Zentrum der Hornhaut
Astigmatismus: Es wird so viel Gewebe entfernt, dass eine gleichmäßige Krümmung der Hornhaut entsteht

Nachdem das Gewebe abgetragen wurde, wird das Auge ausgespült. Auf diese Weise werden Fremdkörper und Keime entfernt. Nach dem Lasern wird der Flap wieder zurückgelegt und dient als eine Art Wundpflaster für die gelaserte Stelle. So ist diese optimal vor dem Eindringen von Keimen geschützt und kann besonders schnell verheilen, da die Hornhaut keine neue Oberfläche bilden muss.
In den allermeisten Fällen legt er sich von alleine wieder wie erwünscht an die gelaserte Stelle. Abschließend wird der Lidspanner entfernt. Der komplette Eingriff dauert nur einige Minuten und die volle Sehkraft ist sofort gegeben. Das Auge ist lediglich etwas gereizt.

c. Risiken einer LASIK-Operation

Wie jeder andere operative Eingriff ist auch die LASIK mit gewissen Risiken verbunden. So klagen einige Patienten nach dem Eingriff über trockene Augen. Zumeist legt sich dieser Zustand jedoch nach kurzer Zeit wieder. Darüber hinaus stellen auch die Dicke der Hornhaut, die Expertise des operierenden Arztes sowie die hygienischen Zustände wichtige Faktoren für eine erfolgreiche bzw. Risikoarme Operation dar.
Geeignete Operationsräume, optimale Hygiene sowie absolut hervorragend geschulte Chirurgen sind daher überaus wichtig.

d. Kosten einer LASIK-Operation

Die Kosten für eine LASIK-Operation liegen im Schnitt zwischen 1500 und 2000 Euro pro Auge. Billigere Angebote sind mit Vorsicht zu genießen, da höchste Qualität in Sachen Technik, Personal und Hygiene für die Operierenden Einrichtungen zwangsläufig mit entsprechenden Kosten verbunden sind.
Laseroperationen des Auges im Ausland sollten wohl durchdacht sein, da häufig die Frage der Nachsorge sowie des Versicherungsschutzes bei Komplikationen nicht ausreichend geklärt ist.
Broschüre zur Lasik