Ärztesuche

23. November 2018
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Klare Sicht – für mehr Lebensqualität und Sicherheit, dass wünschen sich alle Patienten die an einem Grauen Star (Katarakt) erkrankt sind. Die Operation des Grauen Stars ist eine der Erfolgsgeschichten der modernen Augenheilkunde: Die trüb gewordene Augenlinse wird operativ zerkleinert und abgesaugt, ein Kunststoff-Implantat ersetzt sie und verschafft dem Patienten wieder klare Sicht. Für die meist schon älteren Patienten bedeutet dies nicht nur einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität, sondern auch einen Zugewinn an Sicherheit, erklärt Dr. Ludger Wollring vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands: „Nach der Kataraktoperation sinkt die Gefahr zu stolpern und zu stürzen.“

Die Katarakt bietet beste Aussichten auf Heilung

Unter den Augenkrankheiten, die vor allem im fortgeschrittenen Alter auftreten, ist die Katarakt diejenige, die die besten Aussichten auf Heilung bietet. Die Trübung der Augenlinse verursacht Einbußen bei der Sehschärfe, eine veränderte Farbwahrnehmung und eine verstärkte Blendempfindlichkeit. Doch nicht nur diese Symptome lassen sich beseitigen: Bei der Operation kann mit modernen Methoden sogar eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden, so dass man seltener auf eine Sehhilfe angewiesen ist. Unter Umständen ist es sogar möglich, Kunstlinsen zu implantieren, die eine weitgehende Unabhängigkeit von der Brille schaffen. Das ist nicht nur für die „Best Ager“, die ihre Hobbies pflegen und Sport treiben von Vorteil. „Bei hochbetagten Menschen, die in einem Pflegeheim leben, ist es eine große Hilfe, wenn nicht ständig nach der Brille gesucht werden muss“, hat Dr. Wollring beobachtet.

Auswahl an Kunstlinsen wird immer größer

Die Auswahl an Kunstlinsen wird immer breiter, so dass für jeden Patienten das individuell passende Implantat gewählt werden kann. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Art der Linsenoptik:

  • Standard sind so genannte Monofokallinsen, die scharfes Sehen in der Ferne ermöglichen. Zum Lesen wird dann noch eine Sehhilfe benötigt.
  • Zu den Sonderlinsen zählen die torischen Intraokularlinsen, die eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgleichen können.
  • Eine weitere Gruppe der Sonderlinsen sind Multifokallinsen. Sie verteilen das Licht auf mehrere Brennpunkte und ermöglichen so scharfes Sehen in der Ferne und in der Nähe. Allerdings können bei diesen Linsen störende optische Phänomene auftreten. Deshalb ist eine eingehende Beratung des Patienten Voraussetzung, wenn eine solche Linse zum Einsatz kommen soll.
  • Relativ neu auf dem Markt sind Kunstlinsen mit einer erweiterten Tiefenschärfe (extended depth of focus, EDOF). Auch sie ermöglichen eine weitgehende Unabhängigkeit von der Sehhilfe.

Genaue Voruntersuchung ist wichtig

Zunächst werden die Augen des Patienten genau untersucht und vermessen. Die Untersuchungsergebnisse bilden dann die Grundlage für die weiteren Entscheidungen. Welche Kunstlinse im individuellen Fall zum Einsatz kommt, das wird dann in einem eingehenden Beratungsgespräch geklärt. Dabei spielt eine Rolle, ob die Augen – abgesehen von der Linsentrübung – gesund sind, oder ob eine andere Augenkrankheit wie ein Glaukom oder eine Makuladegeneration vorliegt. Die Sehgewohnheiten des Patienten spielen eine weitere wichtige Rolle: Fährt er häufig im Dunkeln Auto, liest er viel oder treibt er häufig im Freien Sport? Solche Fragen werden ebenfalls berücksichtigt.

Kosten

Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die Operation und die Implantation der Standardlinsen. Mehrkosten für Sonderlinsen und auch für damit verbundene zusätzliche Voruntersuchungen haben die Patienten privat zu bezahlen.

Operation findet oft ambulant statt

Die Operation selbst erfolgt in den allermeisten Fällen ambulant. Das heißt, wenige Stunden nach dem Eingriff ist man schon wieder zu Hause. Bei einer Kontrolluntersuchung beim Augenarzt am nächsten Tag wird überprüft, ob alles in Ordnung ist. Die Kataraktoperation ist weltweit und auch in Deutschland der häufigste Eingriff überhaupt – etwa 900.000 Mal pro Jahr wird er hier ausgeführt. Komplikationen sind dabei äußerst selten. Die allermeisten Patienten erleben einen Zugewinn an Lebensqualität, das bessere Sehvermögen ermöglicht ihnen, ihr Leben aktiver zu gestalten.


Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)
Tersteegenstr. 12
40474 Düsseldorf,
Tel. +49 (0) 2 11 / 4303700
presse@augeninfo.de
www.augeninfo.de
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23. November 2018
© Image-Point / Shutterstock

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Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist laut der Gutenberg-Gesundheitsstudie der Unimedizin Mainz die häufigste Augenerkrankung in Deutschland. Rund 6,9 Millionen Menschen haben demnach Frühstadien der Krankheit und circa 480.000 leiden an Spätstadien. Das teilte die Initiative „Woche des Sehens“ zum Welttag des Sehens am 11. Oktober mit.

Erstmals Zahlen aus repräsentativer Bevölkerungsstichprobe

Die Gutenberg-Gesundheitsstudie zeigt erstmals Zahlen zu den häufigsten Augenerkrankungen, die sich auf eine große und seit 2007 in Deutschland durchgeführte Untersuchung mit 15.000 Probanden stützen. Die Zahlen zur AMD bestätigen die Angaben des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), dass die altersbedingte Makuladegeneration die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung oder eine Erblindung bei Menschen über 50 Jahren in den Industriestaaten ist.

Was ist die Altersbedingte Makuladegeneration?

Bei einer Makuladegeneration gehen die Sehzellen im zentralen Bereich der Netzhaut (Makula) zugrunde, der auch als Stelle des schärfsten Sehens beschrieben wird. Die nur wenige Quadratmillimeter große Makula ist für wesentliche Sehleistungen verantwortlich: Lesen, Erkennen von Gesichtern und feinen Einzelheiten, Unterscheiden von Farben. Die Erkrankung betrifft vor allem Frauen und Männer ab dem 65. Lebensjahr und teilt sich in die trockene und feuchte Form der AMD auf. Im Allgemeinen ist zu Anfang nur ein Auge von der Erkrankung betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb eines Jahres auch das zweite Auge erkrankt, liegt bei 45 Prozent.

Erste Anzeichen ernst nehmen

Die beiden Formen der AMD zeigen sich in unterschiedlichen Symptomen. Die trockene AMD (ungefähr 85 Prozent der Erkrankungen) verläuft in der Regel langsam. Erste Anzeichen zeigen sich häufig beim Lesen. Neben einer Unschärfe mitten im Sichtfeld nehmen Betroffene graue Schatten und verschwommene Flecken wahr. Diese können sich im Verlauf der Erkrankung vergrößern.

Die schneller voranschreitende feuchte AMD (etwa 15 % der Erkrankten) entwickelt sich meist aus der trockenen AMD und zeigt sich durch ein verbogenes oder verzerrtes Bild beim Sehen. Bei der feuchten Form wachsen neue, poröse Blutgefäße in und unter die Netzhaut und lösen dort Blutungen, Schwellungen und Narben aus. Diese führen zu weiteren Einschränkungen der Nah- und Fernsicht und Problemen bei alltäglichen Handlungen, wie Autofahren oder Lesen.

Vorbeugung und Früherkennung

Für die Vorbeugung und Früherkennung ist es wichtig, dass eine mögliche Erkrankung früh entdeckt, und eine konsequente Therapie zeitnah eingeleitet wird. Allen Menschen ab dem 40. Lebensjahr wird deshalb empfohlen, einmal jährlich ihre Augen beim Augenarzt überprüfen zu lassen.

Zudem kann zur Überprüfung der Funktion der Makula und zur Früherkennung einer Makuladegeneration der Amsler-Gitter-Test verwendet werden. Diesen können Interessierte problemlos am PC oder mit der von Bayer entwickelten „AugenPass“-App durchführen. Durch das Betrachten des Gitterbildes lassen sich erste Unregelmäßigkeiten oder Verzerrungen im Sichtfeld feststellen.

Wichtig: Der Amsler-Gitter-Test ersetzt keine Untersuchung bei einem Augenarzt. Er kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt für eine eventuelle Augenerkrankung geben. Auch wenn Sie keine Einschränkung wahrnehmen, schließt das eine Augenerkrankung nicht aus.

 

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23. November 2018
© Chinnapong / Fotolia

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Anlässlich der Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober haben Augenärzte auf die Bedeutung regelmäßiger Augenuntersuchungen für Menschen mit Diabetes mellitus hingewiesen. Durch die Zuckerkrankheit hervorgerufene Augenkrankheiten sind in der westlichen Welt die häufigste Ursache für Sehbehinderungen und Blindheit bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Doch der Verlust des Augenlichts lässt sich verhindern.

Augenkrankheiten als Folge des Diabetes mellitus

Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Zu den gefürchteten Folgen gehören Augenkrankheiten, die schon in jungen Jahren zu Sehbehinderung oder gar Erblindung führen können. Regelmäßige augenärztliche Untersuchungen sind die Basis, um das Sehvermögen der Betroffenen sicher und langfristig zu bewahren. Bei diesen Untersuchungen fallen Veränderungen an der Netzhaut des Auges auf, lange bevor die Patienten selbst Symptome bemerken. Und dann kann eine Behandlung frühzeitig eingeleitet werden, so dass bleibende Schäden vermieden werden.

Nur 50 bis 60 Prozent gehen regelmäßig zum Augenarzt

Dr. Georg Spital, Generalsekretär der Initiativgruppe Früherkennung diabetischer Augenerkrankungen (IFDA) und der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge (AGDA), ist jedoch besorgt, denn Zahlen aus dem Disease Management Programm (DMP) Nordrhein weisen darauf hin, dass die Screeningrate rückläufig ist: „Es ist anzunehmen, dass nur 50 bis 60 Prozent der Menschen mit Diabetes regelmäßig einen Augenarzt aufsuchen.“

Deshalb werben IFDA/AGDA gemeinsam mit dem Berufsverband der Augenärzte dafür, dass die Patienten vermehrt auf die Notwendigkeit der Augenuntersuchungen hingewiesen werden. Dr. Spital appelliert an Hausärzte und Internisten, an der Aufklärung der Patienten mitzuwirken.

Kontrolluntersuchungen mindestens alle zwei Jahre

Mindestens alle zwei Jahre sollten sich Menschen mit Diabetes in der Augenarztpraxis untersuchen lassen; je nach dem Vorliegen von Risikofaktoren oder bereits vorhandenen Augenschäden kann es aber auch jährlich oder häufiger notwendig sein. Für die Untersuchung wird die Pupille mit Hilfe von Augentropfen weit gestellt, so dass der Augenarzt die Netzhaut bis in die Randbereiche hinein genau untersuchen kann. Denn ein zu hoher Zuckergehalt im Blut schädigt die feinen Blutgefäße, die die Netzhaut versorgen und die dadurch hervorgerufenen Veränderungen sind bei diesem Screening zu erkennen. Dr. Spital hat einen Tipp für die Patienten: „Nach der Untersuchung ist durch die erweiterte Pupille die Sehschärfe noch einige Stunden lang verringert – die Patienten sollten daher möglichst nicht selbst mit dem Auto zur Untersuchung fahren.“

Auf ihrer Internetseite haben IFDA/AGDA wichtige Informationen über diabetische Augenerkrankungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten zusammengetragen: www.diabetes-auge.de.


Quelle:
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA),
Tersteegenstr. 12
40474 Düsseldorf
www.augeninfo.de
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1 20. März 2018

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