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Hornhaut (Cornea) und Keratokonus

Die Hornhaut ist die klare, schützende äußere Schicht des Auges vor der Pupille und der Iris. Zusammen mit der Sklera (dem Weiß des Auges) dient es als Barriere gegen Schmutz, Keime und andere Dinge, die dem Auge schaden könnten. Die Hornhaut kann auch einen Teil des ultravioletten Lichts der Sonne herausfiltern – allerdings nicht viel, also schützen Sie Ihre Augen, indem Sie im hellen Sonnenlicht, in den Bergen und am Strand eine Sonnenbrille tragen.

Die Hornhaut spielt auch die Schlüsselrolle beim Sehen: Wenn Licht ins Auge eintritt, wird es an der Hornhaut gebrochen und so durch die Pupille auf die Netzhaut gelenkt. Die Linse, die hinter der Pupille sitzt, dient der Nah- und Ferneinstellung des Auges.

Die Hornhaut besteht aus drei Hauptschichten:

  • Epithel. Die äußerste Zellschicht der Hornhaut dient primär dem Schutz. Die Zellen absorbieren aber auch Sauerstoff und Nährstoffe aus der Tränenflüssigkeit. Da die Hornhaut keine Blutgefäße enthält, ist das die einzige Versorgungsmöglichkeit.
  • Stroma. Die mittlere und dickste Schicht liegt unter dem Epithel. Sie besteht hauptsächlich aus Wasser und Proteinen, die der Hornhaut eine elastische, aber feste Form geben.
  • Endothelium. Dies ist eine einzelne Schicht von Zellen auf der Rückseite des Stromas. Das Kammerwasser, eine klare Flüssigkeit in der vorderen Augenkammer, steht in ständigem Kontakt mit dieser Schicht. Das Endothel funktioniert wie eine Pumpe. Das Stroma absorbiert Flüssigkeit und das Endothel zieht es wieder heraus. Ohne diese Funktion würde das Stroma zu viel Flüssigkeit aufnehmen und die Hornhaut würde undurchsichtig und trübe werden.

Wenn die Hornhaut durch Krankheiten, Infektionen oder Verletzungen geschädigt wird, können Narben oder andere Veränderungen der Hornhaut entstehen, die das Sehvermögen beeinträchtigen. Das Licht kann blockiert oder verzerrt werden, wenn es ins Auge eintritt.

Symptome von Hornhauterkrankungen
Der Keratokonus